Orga­ni­sche Ursa­chen von Erek­ti­ons­stö­run­gen

Bei orga­ni­schen Ursa­chen für Erek­ti­ons­stö­run­gen unter­schei­det man:

  1. Stö­run­gen bei der Durch­blu­tung (vasku­lä­re Ursa­chen), d.h. zu gerin­ge Blut­zu­fuhr (arte­ri­ell) oder erhöh­ter Blut­ab­fluss (soge­nann­tes “venö­ses Leck”)
  2. Schä­di­gun­gen im zen­tra­len oder peri­phe­ren Ner­ven­sys­tem (neu­ro­ge­ne Ursa­chen)
  3. Hor­mon­stö­run­gen (endo­kri­ne Ursa­chen)
  4. Schä­di­gun­gen des Schwell­kör­per­ge­we­bes (kaver­nö­se Ursa­chen)

Die­se Ursa­chen kön­nen ihrer­seits durch eine Rei­he von Risi­ko­fak­to­ren (Krank­hei­ten, Ver­let­zun­gen oder Lebens­wei­sen) bedingt sein. Bei­spie­le:

  • Blut­hoch­druck (Arte­ri­el­le Hyper­to­nie)
  • Erhöh­te Blut­fett- und Cho­le­ste­rin­wer­te (Hyper­li­pi­dä­mie)
  • Arte­ri­en­ver­kal­kung (Arte­rio­skle­ro­se, Athe­ro­skle­ro­se)
  • Zucker­krank­heit (Dia­be­tes mel­li­tus)
  • Ope­ra­tio­nen und Bestrah­lun­gen im klei­nen Becken: an Pro­sta­ta, Darm, Bla­se
  • Mul­ti­ple Skle­ro­se (MS), Mor­bus Par­kin­son, Mul­ti­sys­te­ma­tro­phie (MSA)
  • Tes­to­ste­ron­man­gel (Hypo­go­na­dis­mus), zu hoher Pro­lak­tin­wert (Hyper­pro­lak­tin­ämie, even­tu­ell ver­ur­sacht durch ein Pro­lak­ti­nom)
  • Ver­let­zun­gen an der Wir­bel­säu­le oder am Becken, Quer­schnitts­läh­mung, Band­schei­ben­vor­fall
  • Schild­drü­sen­un­ter­funk­ti­on (Hypo­thy­reo­se) und Schild­drü­sen­über­funk­ti­on (Hyper­t­hy­reo­se)
  • Pro­sta­ta-Ent­zün­dung (Pro­sta­ti­tis)
  • Leber- und Nie­ren­lei­den
  • Schlaf­apnoe
  • Über­ge­wicht, Fett­sucht (Adi­po­si­tas)
  • Niko­tin­ge­nuss (sie­he auch FAQ: Macht rau­chen impo­tent?), Alko­hol­miss­brauch, Dro­gen­kon­sum

Die fol­gen­de Gra­fik zeigt die pro­zen­tua­le Ver­tei­lung der wich­tigs­ten Ursa­chen für eine orga­nisch beding­te ED:

 

Quel­le: Stief, Hart­mann, Truss, Jonas (Hrsg.): Zeit­ge­mä­ße The­ra­pie der erek­ti­len Dys­funk­ti­on, 2. Auf­la­ge 2002.

Wich­tig ist, dass Potenz­pro­ble­me Hin­wei­se auf eine noch nicht erkann­te Krank­heit lie­fern kön­nen. Von den Ärz­ten Aaron Vinik und Donald Richard­son stammt fol­gen­des Zitat (IDF Bul­le­tin, Son­der­heft “Dia­be­tes und Sexua­li­tät”, Volu­me 43, Novem­ber 1999):

“Für man­che ist der Penis wie eine Wün­schel­ru­te, mit der man Män­ner mit hohem Risi­ko für eine vasku­lä­re Kata­stro­phe (Herz­in­farkt) lan­ge vor deren Ein­tre­ten erken­nen kann.”

Aber nicht nur Gefäß­er­kran­kun­gen zei­gen sich oft zuerst als Erek­ti­ons­stö­rung. Auch vie­le der oben unter Risi­ko­fak­to­ren auf­ge­führ­te Krank­hei­ten kön­nen sich früh­zei­tig durch Erek­ti­ons­stö­run­gen bemerk­bar machen. Des­halb noch­mals unser drin­gen­der Rat: Neh­men Sie über Mona­te anhal­ten­de Erek­ti­ons­stö­run­gen nicht ein­fach hin, son­dern gehen Sie zu einem Fach­arzt (Uro­lo­ge oder Andro­lo­ge), um die Ursa­chen der Erek­ti­ons­stö­rung her­aus­zu­fin­den. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen ste­hen auf unse­rer Sei­te “Früh­warn­sys­tem Penis”.

Die­se Sei­te wur­de von Nicht-Medi­zi­nern erstellt. Die Autoren haben dazu sorg­fäl­ti­ge Recher­chen durch­ge­führt. Die Infor­ma­tio­nen auf die­ser Sei­te sol­len Ihnen bei der Vor­be­rei­tung eines Arzt­be­suchs hel­fen und das Gespräch mit dem Arzt erleich­tern. Sie kön­nen kei­nes­falls das Gespräch mit dem Arzt erset­zen!