Fra­gen, die Ihnen Ihr Arzt stel­len wird

Damit der Arzt ein kla­res Bild der Situa­ti­on erhält und begrün­de­te Schluss­fol­ge­run­gen zie­hen kann, muss er Ihnen sehr kon­kre­te inti­me Fra­gen stel­len. Die könn­ten z.B. wie folgt aus­se­hen:

  1. Wie äußern sich die Potenz­stö­run­gen bei Ihnen (kei­ne Erek­ti­on, Erek­ti­on reicht nicht zum Ein­drin­gen, Erek­ti­on lässt vor dem Samen­er­guss [Eja­ku­la­ti­on] nach, usw.)?
  2. Seit wann tre­ten die Potenz­stö­run­gen auf?
  3. Sind die Potenz­stö­run­gen plötz­lich auf­ge­tre­ten oder hat sich der Zustand lang­sam ver­schlech­tert?
  4. Gibt es beson­de­re Ereig­nis­se in Beruf, Fami­lie und Part­ner­schaft, die mit dem Ein­tre­ten der Potenz­stö­rung zusam­men­fal­len?
  5. Haben Sie nächt­li­che oder mor­gend­li­che Erek­tio­nen?
  6. Gibt es Situa­tio­nen, in denen Sie eine zufrie­den­stel­len­de Erek­ti­on haben (Urlaub, Anschau­en von ero­ti­schen Bil­dern, Selbst­be­frie­di­gung, Sex mit einer ande­ren Part­ne­rin, usw.)?
  7. Hat sich Ihr sexu­el­les Ver­lan­gen ver­än­dert?
  8. Wie füh­len Sie sich kör­per­lich? Sind Sie z.B. oft müde und abge­schla­gen?
  9. Sind Sie oft nie­der­ge­schla­gen? Lei­den Sie unter Inter­es­se­lo­sig­keit, Müdig­keit, Appe­tit­lo­sig­keit, Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen, Schlaf­stö­run­gen, man­geln­dem Selbst­ver­trau­en?
  10. Wie reagiert Ihre Part­ne­rin auf Ihre Erek­ti­ons­stö­rung?
  11. Kön­nen Sie mit Ihrer Part­ne­rin über das Pro­blem spre­chen?
  12. Haben Sie eine Ver­mu­tung, was die Ursa­che für Ihre Erek­ti­ons­pro­ble­me sein könn­te?

Die­ser von uns erstell­te Fra­gen­ka­ta­log erhebt kei­nen Anspruch auf Voll­stän­dig­keit oder medi­zi­ni­sche Genau­ig­keit. Ein all­ge­mein aner­kann­ter Fra­gen­ka­ta­log ist der “Inter­na­tio­nal Index of Erec­ti­le Func­tion (IIEF)” (Rosen 1997), der aller­dings als allei­ni­ger Fra­gen­ka­ta­log für eine Ana­mne­se nicht aus­reicht. Der IIEF ist dazu geeig­net, Ver­än­de­run­gen in der Erek­ti­ons­fä­hig­keit wäh­rend einer Behand­lung fest­zu­stel­len. Sie fin­den den IIEF in dem Arti­kel “Dia­gnostic Eva­lua­ti­on of Erec­ti­le Dys­func­tion”. Eine deut­sche Über­set­zung gibt’s beim Impo­doc.