Pflanz­li­che Mittel

Eine Suche mit Goog­le nach “natür­lich” und “Potenz­mit­tel” lie­fert ‑zig­tau­sen­de von Tref­fern, vie­le davon sind Sei­ten von Händ­lern. Es geht hier offen­sicht­lich um einen heiß umkämpf­ten, lukra­ti­ven Markt. Die ange­bo­te­nen Pro­duk­te ent­hal­ten in der Regel meh­re­re pflanz­li­che Mit­tel, die in ver­schie­de­nen Kul­tu­ren schon seit vie­len Jahr­hun­der­ten zur Behand­lung von Sexu­al­stö­run­gen ange­wandt wurden.

Die Anbie­ter die­ser Mit­tel wer­ben mit ver­lo­cken­den Ver­spre­chun­gen: “kei­ne Neben­wir­kun­gen, da rein pflanz­lich”, “100% wirk­sam”, “wis­sen­schaft­lich getes­tet”, “kei­ne pein­li­chen Arzt­be­su­che”, “Geld-zurück-Garan­tie”. Dazu kom­men eupho­ri­sche Erfah­rungs­be­rich­te von Paa­ren, die nun dank des neu­en Mit­tels bis­her unbe­kann­te Won­nen erleben.

Was steckt hin­ter die­sen Potenzmitteln?

Zunächst ein paar kur­ze Erklä­run­gen. Che­misch-syn­the­ti­sche Arz­nei­mit­tel ent­hal­ten nur einen ein­zi­gen oder sehr weni­ge Wirk­stof­fe. Bei einem pflanz­li­chen Arz­nei­mit­tel (Fach­be­riff: Phy­to­phar­ma­kon, Mehr­zahl: Phy­to­phar­ma­ka) ist das anders. An die Stel­le weni­ger Wirk­stof­fe tritt hier ein Stoff­ge­misch, das sich aus vie­len unter­schied­li­chen Ein­zel­sub­stan­zen zusam­men­setzt, die zusam­men die Wir­kung aus­ma­chen. Man kann aus einer Pflan­ze auch einen ein­zel­nen Wirk­stoff iso­lie­ren. In die­sem Fall spricht man von einem Rein­stoff und nicht mehr von einem Phytopharmakon.

Sind pflanz­li­che Mit­tel die bes­se­re Arznei?

Vie­le Men­schen glau­ben, dass pflanz­li­che Mit­tel im Gegen­satz zur “che­mi­schen Keu­le” ein sanf­ter und unge­fähr­li­cher Weg zur Vor­beu­gung und Behand­lung von vie­len Krank­hei­ten sind. Dabei wird völ­lig über­se­hen, dass es vie­le gefähr­li­che Pflan­zen gibt — sogar medi­zi­nisch ver­wen­de­te -, mit denen man sich umbrin­gen kann, wie bei­spiels­wei­se die Toll­kir­sche (Atro­pin), die Engel­strom­pe­te (Hyos­cya­min) oder der Fin­ger­hut (Digi­ta­lis). Außer­dem sind auch die Wirk­stof­fe in Pflan­zen letzt­lich che­mi­sche Ver­bin­dun­gen. Pau­scha­le Aus­sa­gen über pflanz­li­che Mit­tel sind daher nicht sinn­voll, für jedes ein­zel­ne Mit­tel muss man Vor­tei­le und Nach­tei­le abwägen.

Gene­rell kön­nen bei pflanz­li­chen Mit­teln fol­gen­de Pro­ble­me auf­tre­ten (Ernst 1999, STERN 2002, TAZ 2008):

  1. Neben­wir­kun­genEs gibt etli­che pflanz­li­che Mit­tel, die deut­lich weni­ger Neben­wir­kun­gen als syn­the­tisch her­ge­stell­te Wirk­stof­fe haben, aber genau­so gut wir­ken. Bei­spie­le dafür sind Johan­nis­kraut-Prä­pa­ra­te, die sich gut gegen leich­te bis mittel­schwere Depres­sio­nen eig­nen, und Gink­go-Prä­pa­ra­te, die bei Durch­blutungs­störungen hel­fen. Aber grund­sätz­lich kön­nen bei pflanz­li­chen Mit­teln vie­le uner­wünsch­te Wir­kun­gen auf­tre­ten, vom eher harm­lo­sen Durch­fall bis zu schwe­ren Leberschäden.
  2. Wech­sel­wir­kun­gen mit Medi­ka­men­tenPflanz­li­che Mit­tel kön­nen die Wir­kung von ande­ren Medi­ka­men­ten ver­stär­ken oder abschwä­chen. So kann die gleich­zei­ti­ge Ein­nah­me von Gink­go und gerin­nungs­hem­men­den Mit­teln zu schwer zu stil­len­den Blu­tun­gen füh­ren. Es ist daher wich­tig, dass man dem Arzt die Ein­nah­me von pflanz­li­chen Mit­teln nicht verschweigt.
  3. Unter­do­sie­rungRezept­freie Mit­tel ent­hal­ten oft zu gerin­ge Men­gen der wirk­sa­men Bestandteile.

Wenn der Her­stel­ler des Arz­nei­mit­tels kei­ne seriö­se Phar­ma­fir­ma ist, dann kön­nen fol­gen­de zusätz­li­che Pro­ble­me auftreten:

  1. Ver­un­rei­ni­gun­genDie Pflan­zen kön­nen von Insek­ten befal­len oder mit Schwer­me­tal­len und Pflan­zen­schutz­mit­teln belas­tet sein. Bei unsach­ge­mä­ßer Lage­rung und Trans­port kann Schim­mel auftreten.
  2. Unzu­läs­si­ge Bei­mi­schun­genDamit ein “natür­li­ches” Potenz­mit­tel gut wirkt, mischen man­che Her­stel­ler auch den Wirk­stoff eines PDE5-Hem­mers (Cia­lis, Levi­tra, Via­gra) oder völ­lig unge­tes­te­te ähn­li­che Stof­fe unter die Bestand­tei­le, ohne dies anzu­ge­ben. Das kann im Extrem­fall töd­lich enden.
  3. Unbe­kann­te Zusam­men­set­zung des Prä­pa­ratsBei vie­len Mit­teln nicht sicher, ob sie alle in der Beschrei­bung erwähn­ten Stof­fe tat­säch­lich ent­hal­ten und ob es nicht noch ande­re Inhalts­stof­fe gibt. Auch eine Men­gen­an­ga­be fehlt oft. Zur Begrün­dung wird die genaue Zusam­men­set­zung als Geschäfts­geheimnis aus­ge­ge­ben. Die exis­tie­ren­den Gegen­bei­spie­le zei­gen, dass das eine fau­le Aus­re­de ist.

Tra­di­tio­nel­le Natur­heil­mit­tel gegen Erektionsstörungen

Pflanz­li­che Heil­mit­tel wer­den seit Jahr­tau­sen­den in allen Kul­tu­ren ange­wandt. Von die­sem gesam­mel­ten Wis­sen pro­fi­tiert auch die moder­ne Medi­zin. Vie­le Wirk­stof­fe in den heu­te ver­füg­ba­ren Medi­ka­men­ten stam­men aus Pflan­zen. Bei­spie­le dafür sind Aspi­rin, des­sen Wirk­stoff auf die in vie­len Pflan­zen ent­hal­te­ne Sali­cyl­säu­re zurück­geht und Mor­phi­um, das vom Mohn abstammt. Natür­lich wur­de auch in vie­len Kul­tu­ren schon seit Jahr­tau­sen­den nach wirk­sa­men Mit­teln gesucht, die sexu­el­le Pro­ble­me besei­ti­gen oder ein­fach nur die Lust stei­gern. Die heu­te erhält­li­chen natür­li­chen Potenz­mit­tel ent­hal­ten in der Regel meh­re­re die­ser tra­di­tio­nell ein­ge­setz­ten Pflan­zen aus unter­schied­li­chen Regio­nen. Bei­spie­le für sol­che Pflan­zen sind:

  • Damia­na (Tur­ne­ra dif­fu­sa)Damia­na ist ein viel­ver­zweig­ter Strauch, der Wuchs­hö­hen bis zu einem Meter erreicht. Sein natür­li­ches Ver­brei­tungs­ge­biet reicht vom süd­li­chen Nord­ame­ri­ka bis nach Argen­ti­ni­en.

    Damia­na hat eine ent­kramp­fen­de Wir­kung und ver­stärkt die Durch­blu­tung des Unter­leibs. In der India­ner­me­di­zin wer­den die Blät­ter und Stän­gel seit Jahr­hun­der­ten gegen Asth­ma, Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den, Potenz­stär­kung und zur Stei­ge­rung der Lust bei Män­nern und Frau­en verwendet.

    Es exis­tie­ren kei­ne Stu­di­en zum Ein­satz von Damia­na bei Män­nern mit Erektionsstörungen.

    Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Damiana:
    Ein­trag zu Damia­na in der Wikipedia

  • Erd-Bur­zel­dorn, Stich­wein (Tri­bu­lus ter­res­tris)Der Erd-Bur­zel­dorn oder Stich­wein wächst in Indi­en, Chi­na, Japan, Afri­ka und auf dem Bal­kan. In der tra­di­tio­nel­len Medi­zin die­ser Län­der wur­de er als Aphro­di­sia­kum ver­wen­det. In jüngs­ter Zeit wur­de der Erd-Bur­zel­dorn von Sport­lern zum Mus­kel­auf­bau ein­ge­setzt, da er angeb­lich die kör­per­ei­ge­ne Tes­to­ste­ron­pro­duk­ti­on erhöht.

    In Tier­ver­su­chen konn­te eine erhöh­te Tes­to­ste­ron­pro­duk­ti­on nach­ge­wie­sen wer­den. In Stu­di­en mit Män­nern trat die­ser Effekt nicht auf.

    Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Erd-Burzeldorn:
    Ein­trag zum Erd-Bur­zel­dorn in der Wikipedia

  • Gink­go bilo­baGink­go ist wohl die ältes­te noch exis­tie­ren­de Baum­art. In der Eis­zeit über­leb­te er in Chi­na und Japan und ist heu­te wie­der weit ver­brei­tet. Der Extrakt aus den Gink­go-Blät­tern hat eine durch­blu­tungs­för­dern­de Wir­kung und wird bei Alz­hei­mer, Schau­fens­ter­krank­heit und gegen Impo­tenz ein­ge­setzt.

    Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Ginkgo:
    Mono­gra­phie der Uni­ver­si­ty of Texas zu Gink­go (in Englisch)
    Infor­ma­ti­on von biothemen.de zu Ginkgo
    Ein­trag zu Gink­go in der Wikipedia

  • Hafer (Ave­na sati­va)Wer hät­te das gedacht, dass Hafer­brei ein Aphro­di­sia­kum und Potenz­mit­tel ist? Aber dass Hafer zu unge­wöhn­li­chem und drauf­gän­ge­ri­schem Ver­hal­ten führt, zeigt schon das Sprich­wort “ihn sticht der Hafer”.

    Es gibt kei­ne Stu­di­en zum Ein­satz von Hafer bei Sexualstörungen.

  • Hor­ny Goat Weed, Bischofs­müt­ze, Elfen­blu­me (Epi­me­di­um)
    Meh­re­re Stu­di­en haben gezeigt, dass Ica­ri­in, ein wirk­sa­mer Stoff in Pflan­zen der Fami­lie Epi­me­di­um, ähn­lich wie Via­gra und Co. eine Hem­mung von PDE5 bewirkt.

    Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Hor­ny Goat Weed:
    Mono­gra­phie der Uni­ver­si­ty of Texas zu Hor­ny Goat Weed (in Englisch)

  • Korea­ni­scher Gin­seng (Panax gin­seng)Gin­seng wird in der ost­asia­ti­schen Medi­zin bereits seit Jahr­tau­sen­den unter ande­rem bei Schwä­che- und Angst­zu­stän­den, dro­hen­dem Kol­laps, ver­min­der­tem Appe­tit, Schlaf­lo­sig­keit, Impo­tenz und Unfrucht­bar­keit der Frau sowie Herz­schwä­che ange­wen­det. Im Gegen­satz zu den meis­ten ande­ren pflanz­li­chen Mit­teln lie­gen für Gin­seng Stu­di­en vor, die eine posi­ti­ve Aus­wir­kung auf die Erek­ti­on bestä­ti­gen (Jang 2008).

    Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Ginseng:
    Infor­ma­ti­on von biothemen.de zu Ginseng
    Ein­trag zu Gin­seng in der Wikipedia

  • Maca (Lepi­di­um mey­e­nii Walp)Die Maca-Pflan­ze ist eine Ver­wand­te unse­rer Kres­se und stammt aus den Höhen­la­gen der perua­ni­schen Anden. Dort wird sie seit unge­fähr 2000 Jah­ren ange­baut. Die Pflan­ze wird etwa 20 cm hoch, hat eine Haupt­wur­zel sowie sekun­dä­re Knol­len­wur­zeln. Der ober­ir­di­sche Teil der Pflan­ze wird als Gemü­se ver­zehrt, die Wur­zel­knol­len kön­nen ent­we­der frisch ver­zehrt oder durch Trock­nung halt­bar gemacht und als Pul­ver gerie­ben ein­ge­nom­men wer­den.

    Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Maca:
    Infor­ma­ti­on von biothemen.de zu Maca
    Ein­trag zu Maca in der Wikipedia

  • Potenz­holz, Mui­ra Pua­ma (Pty­ch­o­pe­talum olacoides)

    In Arbeit

  • Yohim­binYohim­bin gibt es als Rein­stoff und als Dro­ge zur Zube­rei­tung von Tee. Medi­ka­men­te mit dem Rein­stoff sind rezeptpflichtig.

In vie­len Prä­pa­ra­ten ist auch der Rein­stoff L‑Arginin ent­hal­ten. Des­halb wird hier auch kurz auf die Rol­le von L‑Arginin eingegangen.

Nah­rungs­mit­tel mit hohem L‑Ar­gi­nin-Gehalt
(Bur­ger­stein 2007, Sei­te 236)

Nah­rungs­mi­t­el Men­ge Argi­nin-
gehalt
Erd­nüs­se 100 g 3.460 mg
Soja­boh­nen 100 g 2.200 mg
Hasel­nüs­se 100 g 2.030 mg
Gar­ne­len 100 g 1.740 mg
Ham­mel­fleisch, Filet 100 g 1.400 mg
Huhn, Brust 100 g 1.350 mg
Thun­fisch 100 g 1.250 mg
Wei­zen­kei­me 50 g 1.150 mg
Hafer­flo­cken 100 g 870 mg
Hüh­ner­ei, mittelgroß 1 450 mg

Bei der Ent­ste­hung einer Erek­ti­on spielt der Boten­stoff (Neuro­transmitter) Stick­oxyd (NO) eine wesent­li­che Rol­le. NO wird von den für die Erek­ti­on verant­wortlichen Ner­ven und danach auch von der Innen­wand (Endo­thel) der Blut­ge­fä­ße frei­ge­setzt und bewirkt über eine kom­pli­zier­te bio­che­mi­sche Reaktions­kette eine Ent­span­nung der glat­ten Gefäß­muskulatur in den Schwell­körpern. Dadurch wer­den die Blut­ge­fä­ße weit gestellt, Blut strömt ein und die Erek­ti­on beginnt.

Der Kör­per bil­det NO aus der Ami­no­säu­re L‑Arginin. Nor­ma­ler­wei­se steht genü­gend L‑Arginin als Quel­le des NO zur Ver­fü­gung, weil der Kör­per es selbst bil­den kann und man bei einer ausge­wogenen Ernäh­rung täg­lich aus­rei­chend 3 bis 5 Gramm zu sich nimmt. Falls den­noch nicht genü­gend NO gebil­det wird, kann die zusätz­li­che täg­li­che Ein­nah­me von 5 bis 10 Gramm L‑Arginin sinn­voll sein.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu L‑Arginin:
Infor­ma­ti­on zu L‑Arginin von der U.S. Natio­nal Libra­ry of Medicine
Ein­trag zu L‑Arginin in der Wikipedia

Fazit: Ist ein Ver­such mit pflanz­li­chen Potenz­mit­teln sinnvoll?

Bei den ange­bo­te­nen natür­li­chen Potenz­mit­teln ist gro­ße Skep­sis ange­bracht. Aller­dings ent­hal­ten sie in der Regel pflanz­li­che Bestand­tei­le, die in vie­len Kul­tu­ren schon seit Jahr­hun­der­ten gegen sexu­el­le Stö­run­gen und zur Stei­ge­rung der Lust ein­ge­setzt wer­den. Natür­lich sind die­se Bestand­tei­le nicht alle ohne Wir­kung. Es kann sich daher bei leich­ten bis mit­tel­schwe­ren Erek­ti­ons­stö­run­gen durch­aus loh­nen, das eine oder ande­re Mit­tel aus­zu­pro­bie­ren. Der Ein­satz die­ser Mit­tel soll­te aller­dings nicht plan­los gesche­hen und nicht als ers­te oder gar ein­zi­ge Maß­nah­me gegen die Erek­ti­ons­stö­rung vor­ge­se­hen wer­den. Eine ver­nünf­ti­ge Vor­ge­hens­wei­se könn­te fol­gen­der­ma­ßen aussehen:

  1. Gespräch mit der Partnerin
    Erek­ti­ons­stö­run­gen betref­fen auch die Part­ne­rin. Wenn sie mit einem Behand­lungs­versuch Schwierig­keiten hat, weil sie beispiels­weise gesund­heitliche Pro­ble­me befürch­tet, dann hilft das bes­te Mit­tel nichts. Ent­ge­gen den Befürch­tun­gen vie­ler Män­ner ist die Part­ne­rin in einer intak­ten Bezie­hung der wich­tigs­te Ver­bün­de­te gegen die Erek­ti­ons­stö­rung. Das Gespräch mit ihr ist durch nichts zu ersetzen.
  2. Arzt­be­such zur Klä­rung der Ursachen
    Die Ursa­chen der Erek­ti­ons­stö­run­gen soll­ten dia­gnos­ti­ziert wer­den, denn nur dann kann man sie in man­chen Fäl­len besei­ti­gen. Das ist selbst­verständ­lich sinn­vol­ler, als nur die Sym­pto­me zu bekämpfen.
  3. “Natür­li­che” Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung der Erektionsfähigkeit
    Abhän­gig von den Ursa­chen kön­nen eini­ge ein­fa­che Maß­nah­men die Erektions­fähigkeit ver­bes­sern. Es ist immer sinn­voll, mit dem Rau­chen auf­zu­hö­ren. Aber auch mehr Bewe­gung, gesun­de Ernäh­rung, Gewichts­reduzierung und Becken­bo­den­gym­nas­tik kön­nen helfen.
  4. Test mit Cia­lis®, Levi­tra® oder Viagra®
    Ein Test mit die­sen ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Medi­ka­men­ten bie­tet einen Ver­gleich bei der Suche nach Alter­na­ti­ven. Um ein opti­ma­les Ergeb­nis zu erhal­ten, muss man aller­dings ein paar Regeln bei der Ein­nah­me beach­ten. Wenn die­se Medi­ka­men­te nicht wir­ken, wovon man aber erst nach 6 bis 8 nega­ti­ven Ver­su­chen mit der Höchst­do­sis aus­ge­hen kann, dann ist es auch nicht sinn­voll, nach natür­li­chen Mit­teln zu suchen.
  5. Infor­ma­tio­nen über natür­li­che Potenzmittel
    Zur Beur­tei­lung der ange­bo­te­nen Mit­tel ist es hilf­reich, sich Kennt­nis­se über tra­di­tio­nel­le Mit­tel gegen Sexual­störungen anzu­eig­nen. Dazu eig­nen sich die im Lite­ra­tur­ver­zeich­nis ange­ge­be­nen Bücher von Esser und Zittlau.
  6. Geziel­te Aus­wahl von Produkten
    Als ers­tes soll­ten die ange­ge­be­nen Wir­kun­gen bewer­tet wer­den. Sind sie rea­lis­tisch? Eine Anzei­ge, die erhöh­te Libi­do, stahl­har­te Erek­ti­on, Sex die gan­ze Nacht, vol­le Zufrie­den­heit der Part­ne­rin und als Zuga­be eine Penis­ver­größerung ver­spricht, ist es nicht wert, dass man sich damit beschäf­tigt. Dann soll­te man sich den Anbie­ter anse­hen: Gibt es ein Impres­sum? Liegt die ange­ge­be­ne Adres­se in der EU? Schließ­lich lohnt sich noch ein Blick auf die Produkt­beschreibung: Wer­den Inhalts­stof­fe und Men­gen genannt? Sind die Men­gen der ein­zel­nen Bestand­tei­le ausreichend?

Wei­ter­füh­ren­de Literatur

Geset­ze, Rat­ge­ber, Arti­kel in Zei­tun­gen und Zeitschriften

  • Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Justiz:
    Gesetz über den Ver­kehr mit Arz­nei­mit­teln (Arz­nei­mit­tel­ge­setz, AMG)
    Letz­ter Zugriff: 20.10.2010
  • Esser, Wer­ner (2002):
    Potenz aus Natur und Apotheke.
    Books on Demand GmbH.
  • STERN, Heft 08/2002: Die grü­ne Gefahr.
    Im Inter­net: Voll­text
  • TAZ vom 12.9.2008: Frag­wür­di­ge Pflan­zen­kraft. Im Inter­net: Voll­text
  • Zitt­lau, Jörg (2006):
    Mehr Lust am Lie­ben. Die bes­ten Mit­tel aus der Natur für mehr Lust und Potenz. 1. Auf­la­ge 2006, Südwest-Verlag.

Fach­li­te­ra­tur

  • Bur­ger­stein, Lothar (2007): Bur­ger­steins Hand­buch Nähr­stof­fe. Vor­beu­gen und hei­len durch aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung: Alles über Spu­ren­ele­men­te, Vit­ami­ne und Mineralstoffe.
    11. Auf­la­ge, Haug Verlag.
  • Ernst, Edzard (1999):
    Phy­to­the­ra­peu­ti­ka: Wie harm­los sind sie wirklich?
    Dtsch Ärz­te­blatt 96, Heft 48, 3. 12. 1999.
    Im Inter­net: Voll­text.
  • Jang, Dai-Ja; Lee, Mye­ong Soo; Shin, Byung-Cheul; Lee Young-Cheou; Ernst, Edzard (2008):
    Red gin­seng for trea­ting erec­ti­le dys­func­tion: a sys­te­ma­tic review.
    Bri­tish Jour­nal of Cli­ni­cal Phar­ma­co­lo­gy, Volu­me 66, Issue 4, Pages 444–450.

    Im Inter­net: Voll­text.
  • MacK­ay, Dou­glas J. (2004):
    Nut­ri­ents and Bota­ni­cals for Erec­ti­le Dys­func­tion: Exami­ning the Evidence.
    Alter­na­ti­ve Medi­ci­ne Review, Vol. 9, No. 1, Pages 4–16.

    Im Inter­net: Voll­text.
  • Mayo Cli­nic Staff (2008):
    Erec­ti­le dys­func­tion herbs: A natu­ral tre­at­ment for ED?
    Im Inter­net: Voll­text (pdf-Datei, 33 kB).
  • Row­land, David L; Tai, Wen­di (2003):
    A Review of Plant-Deri­ved and Her­bal Approa­ches to the Tre­at­ment of Sexu­al Dysfunctions.
    Jour­nal of Sex & Mar­i­tal The­ra­py
    , Band 29, Heft 3, S. 185–205.
    Im Inter­net: Zusam­men­fas­sung.
  • Sham­loul, Rany (2010):
    Natu­ral Aphrodisiacs.
    The Jour­nal of Sexu­al Medi­ci­ne
    , Band 7, Heft 1, S. 39–49.
    Im Inter­net: Zusam­men­fas­sung.
  • Tam­ler, Ronald; Mecha­nick, Jef­frey I. (2007):
    Die­ta­ry Sup­ple­ments and Nut­raceu­ti­cals in the Manage­ment of Andro­lo­gic Disorders.
    Endocri­no­lo­gy and Meta­bo­lism Cli­nics of North Ame­ri­ca
    , Band 36, Heft 2, S. 533–552.
    Im Inter­net: Zusam­men­fas­sung.

Die­se Sei­te wur­de von Nicht-Medi­zi­nern erstellt. Die Autoren haben dazu sorg­fäl­ti­ge Recher­chen durch­ge­führt. Die Infor­ma­tio­nen auf die­ser Sei­te sol­len Ihnen bei der Vor­be­rei­tung eines Arzt­be­suchs hel­fen und das Gespräch mit dem Arzt erleich­tern. Sie kön­nen kei­nes­falls das Gespräch mit dem Arzt ersetzen!