Vor­beu­gung der erek­ti­len Dysfunktion

Sie haben kei­ne Erek­ti­ons­pro­ble­me? Wun­der­bar, dann genie­ßen Sie Ihre Sexua­li­tät! Und Sie kön­nen viel dafür tun, dass das auch so bleibt. Sehr häu­fig wer­den Erek­ti­ons­stö­run­gen näm­lich durch Gefäß­veränderungen (Arterien­verkalkung = Arte­rio­skle­ro­se = Athe­ro­skle­ro­se) ver­ur­sacht. Alles was Arte­ri­en­ver­kal­kung ver­mei­den hilft, ver­rin­gert auch die Gefahr, an einer erek­ti­len Dys­funk­ti­on zu erkran­ken. Da kann jeder ein­zel­ne viel für sich tun (s.u.).

Trotz aller Vor­sor­ge kön­nen Sie natür­lich nicht sicher sein, nicht doch irgend­wann von Erek­ti­ons­stö­run­gen betrof­fen zu sein. Des­halb ist es wich­tig, auf die­se Situa­ti­on vor­be­rei­tet zu sein. Lesen Sie dazu unse­re Tipps am Ende die­ser Seite.

Gesund leben

Für die Arte­ri­en­ver­kal­kung gibt es eine Rei­he von Risikofaktoren:

  1. Rau­chen
  2. Erhöh­ter Blutdruck
  3. Erhöh­ter Cholersterinspiegel
  4. Über­ge­wicht
  5. Bewe­gungs­man­gel
  6. Stress
  7. Zucker­krank­heit (Dia­be­tes mellitus)
  8. Erb­li­che Veranlagung

Die Vor­beu­gung gegen Arte­ri­en­ver­kal­kung und damit auch gegen die erek­ti­le Dys­funk­ti­on besteht dar­in, die Risi­ko­fak­to­ren soweit wie mög­lich aus­zu­schal­ten. Kon­kret bedeu­tet das:

  1. Geben Sie das Rau­chen auf.
  2. Redu­zie­ren Sie Ihren Alkoholkonsum.
  3. Bewe­gen Sie sich regel­mä­ßig, ver­mei­den Sie Roll­trep­pen und Auf­zü­ge, neh­men Sie sich mehr­mals pro Woche Zeit für einen Spa­zier­gang oder eine Radtour.
  4. Ernäh­ren Sie sich abwechs­lungs­reich mit bal­last­stoff­rei­chen und fett­ar­men Nahrungsmitteln.
  5. Bau­en Sie ein even­tu­ell vor­han­de­nes Über­ge­wicht ab.
  6. Prü­fen Sie regel­mä­ßig Ihren Blut­druck und Ihre Blutfettwerte.

Es gibt auch spe­zi­el­le Übun­gen, mit denen man Erek­ti­ons­stö­run­gen vor­beu­gen kann. Mehr dazu in dem Arti­kel von F. Som­mer “Prä­ven­ti­on der erek­ti­len Dys­funk­ti­on durch geziel­tes kör­per­li­ches Trai­ning

Bezie­hung leben­dig erhalten

Nach unse­rer Erfah­rung haben Paa­re, die über ihre Sexua­li­tät reden kön­nen, wesent­lich weni­ger Pro­ble­me, mit sexu­el­len Funktions­störungen (wie z.B. eine Erek­ti­ons­stö­rung) umzu­ge­hen. Wenn man berück­sich­tigt, dass einer­seits befrie­di­gen­der Sex (einschl. Orgas­mus für bei­de) ohne Erek­ti­on mög­lich ist, ande­rer­seits fast jeder von einer Erek­ti­ons­stö­rung betrof­fe­ne Mann mit Hil­fe von Medi­ka­men­ten oder Hilfs­mit­teln eine Erek­ti­on bekom­men kann, dann wird ein Paar, das sich dar­über aus­tau­schen kann, auch leicht sei­nen Weg fin­den, um unter der Situa­ti­on nicht unnö­tig zu lei­den. Ande­rer­seits ist es oft so, dass Potenz­stö­run­gen für ein Paar, das nicht über Sexua­li­tät reden kann, zur Kata­stro­phe wird. Hier ein paar Tipps zur Pfle­ge der Kommunikation:

  • Neh­men Sie sich ein­mal pro Woche Zeit für ein unge­stör­tes Gespräch mit­ein­an­der. Unter­hal­ten Sie sich dabei dar­über, wie es Ihnen in der letz­ten Woche ergan­gen ist: Was hat mich gefreut? Was hat mich geär­gert? Was hat mich trau­rig gemacht? Was hat mir gefehlt? Neben dem Rück­blick soll natür­lich auch die Zukunft nicht zu kurz kom­men: Was brau­che ich, dass es mir bes­ser geht? Was will ich in Zukunkt ver­mei­den? Wel­che Zie­le habe ich?
  • Lesen Sie gemein­sam ein Buch, gehen Sie zusam­men ins Kino oder Thea­ter und tau­schen sich hin­ter­her dar­über aus.
  • Reden Sie über Ihre Sexua­li­tät mit­ein­an­der: Was bringt mich in Stim­mung, was ver­dirbt mir die Stim­mung, was macht mir beson­ders viel Spaß, was genie­ße ich, was möch­te ich mal aus­pro­bie­ren, was mag ich nicht?

Falls es Ihnen nicht gelingt, so mit­ein­an­der zu reden, dann stellt sich die Fra­ge, ob Sie die­sen Zustand ändern wol­len. Lesen Sie dazu auch unse­re Sei­te “Part­ner­schaft­li­cher Umgang mit der ED”.