Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)

Erektionsstörung: Ursachen, Behandlung, Kosten, Erfahrungen - von Betroffenen

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Häufig gestellte Frage (FAQ):
Kann man durch Rad fahren impotent werden?

Ja, wenn man intensiv Radsport betreibt (300 bis 400 km pro Woche über mehr als 5 Jahre). Dabei werden durch Druck des Sattels auf Nerven und Blutgefäße Durchblutungs- und Empfindungsstörungen verursacht. Eine von der urologischen Abteilung der Universitätsklinik Köln durchgeführte Untersuchung ergab bei 1786 in Vereinen organisierten Fahrradsportlern ein dreimal häufigeres Vorkommen von Erektionsstörungen als bei gleichaltrigen Nicht-Fahrradsportlern.

Um Erektionsstörungen zu vermeiden, werden in dem unten aufgeführten Artikel von F. Sommer folgende Empfehlungen gegeben:

  1. Die Sattelspitze sollte leicht nach unten geneigt sein.
  2. Die Sattelhöhe sollte so eingestellt werden, dass die Beine nie völlig gestreckt sind.
  3. Alle 10 Minuten sollte eine stehende Position eingenommen werden, um den Blutfluss aufrecht zu erhalten.
  4. Es sollte ein breiter, gut gepolsterter Sattel (Damensattel) verwendet werden.

Bei Liegefahrrädern gibt es keine Probleme. Deswegen der ultimative Tipp: Kaufen Sie sich ein Liegefahrrad! grins

Literatur:

Sommer, Frank:
Die Einflüsse des Fahrradfahrens auf die männliche Sexualität - Teil 1: Erektile Dysfunktion und Fahradfahren
Blickpunkt DER MANN 2004, Nr. 1, Seite 28-32

Jeong, S-J.; Park, K.; Moon,J-D.; Ryu, SB.:
Bicycle saddle shape affects penile blood flow
International Journal of Impotence Research 2002, Seite 513-517