Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)

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Penisverkrümmung, Penisverbiegung

Eine Penisverkrümmung oder Penisverbiegung ist im nicht erigierten Zustand des Penis nicht sichtbar. Sie wird spätestens dann behandlungsbedürftig, wenn die Krümmung so stark ist, dass ein Geschlechtsverkehr unmöglich ist, oder einem der Partner starke Schmerzen bereitet. Eine Penisverkrümmung kann angeboren oder erworben sein. Bei der angeborenen Penisverkrümmung liegt eine unsymmetrische Entwicklung der Schwellkörper oder der Schwellkörperhaut (tunica albuginea) vor. Die erworbene Penisverkrümmung kann nach einem Penisbruch auftreten. Häufiger ist die erworbene Penisverkrümmung Folge einer Induratio Penis Plastica (IPP).

Induratio Penis Plastica (IPP)

Bei dieser Krankheit, die im anglo-amerikanischen Sprachraum als Peyronie's disease bezeichnet wird, bilden sich sogenannte Plaques (Verhärtungen) im Penis. Im Bereich der Plaques kommt es zu einer Schrumpfung der Außenwand der Schwellkörper. Da die Plaques meist auf der Oberseite des Penis entstehen, krümmt sich der Penis nach oben. Spätestens nach 3 Jahren kommt der Krankheitsverlauf zum Stillstand. Bei rund 40% der Patienten kommt es ohne Behandlung zu einer Rückbildung.

Die Ursache der IPP ist nicht restlos geklärt. Eine weithin anerkannte Theorie geht davon aus, dass sie durch kleine Verletzungen der Schwellkörperhaut mit anschließender Vernarbung entsteht. In keinem Fall ist eine IPP eine Vorstufe von Krebs!

Die medikamentöse Behandlung der IPP ist nicht sehr erfolgsversprechend. Führt sie zu keinem Erfolg, so kann die Verkrümmung operativ korrigiert werden. Diese Operation gilt als komplikationsarm und hat sehr gute Erfolgsaussichten. Sie sollte allerdings erst nach dem Zeitraum, in dem noch spontane Rückbildungen möglich sind, vorgenommen werden.

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